Archiv: Fünfjährige Junge lebt Dank Knochenmarkspende aus Hohenheim

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Ein Sieg im Kampf gegen Leukämie:

Fünfjähriger Junge lebt Dank Knochenmarkspende aus Hohenheim

Lebensretter im Schloss der Universität Hohenheim geehrt

Stuttgart/Ludwigshafen/Osthofen. red/and. Timo Kissinger aus Osthofen bei Worms, derzeit Student der Agrarwissenschaften und Vorsitzender des AstA an der Universität Hohenheim, hat ein Leben gerettet: Dank seiner Knochenmarkspende kann ein 5-jähriges Kind von Leukämie geheilt werden.

Beim Aktionstag gegen Leukämie der Universität Hohenheim liess der Osthofener sein Blut untersuchen und sich als potenzieller Stammzellspender in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen und registrieren.

Am 18. August lud der Schirmherr der Aktion, Rektor Prof. Dr. Hans-Peter Liebig, deshalb den Lebensretter und alle Untersützer des 1. Hohenheimer Aktionstages gegen Leukämie zu einem Empfang in den Balkonsaal des Hohenheimer Schlosses und ehrte den Studenten und Lebensretter. Prof. Dr. Hans-Peter Liebig bereitete dem Lebensretter und den Unterstützern der Aktion einen festlichen Empfang.

Prof. Dr. Hans-Peter Liebig ist glücklich: „Es freut mich ganz besonders, dass Timo Kissinger den Mut für diese Operation aufbrachte“. Es sei wichtig, dass die Universität Hohenheim auch als ein Ort des gesellschaftlichen Engagements verstanden werde, so der Professor.

„Es ist ein tolles Gefühl, wenn man helfen kann.“, sagte Timo Kissinger.

In den Niederlanden hat die Aktion, Dank der Hilfe des Studenten, ein Leben gerettet: Beim Hohenheimer Studenten Timo Kissinger wurde eine Knochenmark-Übereinstimmung mit einem schwerkranken Jungen festgestellt.

In Nürnberg ließ sich Timo Kissinger Knochenmark entnehmen, das dem fünfjährigen Jungen übertragen wurde. Die Heilungschancen stehen gut.

Beim Aktionstag im vergangenen Jahr, liess er sich fünf Milliliter Blut abnehmen. Als er ein dreiviertel Jahr später erfuhr, dass seine Gewebemerkmale nahezu hundertprozentig mit denen eines Patienten übereinstimmen, stand für den Hohenheimer Studenten aus Osthofen fest, dass er helfen würde.

Im April wurde ihm in Nürnberg circa ein Liter Blut-Knochenmark-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Genug, um einem fünfjährigen Jungen in Holland, der an einer schweren und seltenen Erkrankung, einer aplastischen Anämie, leidet, die Chance auf Überleben zu geben.

Von dem erkrankten Jungen weiß Kissinger nur, dass er Hassan heißt und fünf Jahre alt ist. Anders als in Deutschland herrscht in Holland zwischen Spendern und Empfängern ein absolutes Kontaktverbot.

Dank der Typisierungsaktion der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei im Juni 2004 konnten Spender und Empfänger zusammenfinden.

Timo Kissinger: „Wenn man bedenkt, wie unkompliziert der Knochenmarktransfer an sich ist, gilt es letztlich nur noch, Spender und Spendenempfänger durch solche Aktionen wie in Hohenheim zusammenzubringen“.

Katrin Winkler, Mitarbeiterin der Zentralen Studienberatung, initiierte ehrenamtlich diese Aktion, nachdem in der Familie einer Freundin ein Leukämiefall aufgetreten war.

Bei der Aktion ließen sich 418 Anwohner und Angehörige der Universität eine Blutprobe entnehmen, um in die Spenderdatei aufgenommen zu werden.

Einer davon war Timo Kissinger. Um möglichst viele Typisierungen zu ermöglichen, hatten zahlreiche Spender den Aktionstag mit über 21.000 Euro unterstützt. Um einen potenziellen Lebensretter zu identifizieren, ist eine Blutauswertung notwendig.

Einen passenden Spender zu finden ist ein großes Glück. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmale eines Spenders mit denen des Patienten nahezu vollständig übereinstimmen, liegt zwischen 1:20.000 und 1: mehreren Millionen. Noch immer kann für jeden vierten Patienten, der auf die Übertragung gesunder Stammzellen angewiesen ist, kein passender Spender gefunden werden.

Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lässt, bedeutet eine Chance und kann irgendwann einmal Spender werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen registrieren und typisieren lassen. Typisieren lassen kann sich jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren. Als weltweit größte Datei vermittelt die DKMS heute vier bis fünf Stammzellspenden täglich.

Nach dem Empfang lud der AStA zu einer Benefiz-Disco im Schlosskeller der Universität. Der Erlös wird an die DKMS gespendet.

Jede Typisierung kostet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei 50 Euro.

Die DKMS arbeitet gemeinnützig und ist weiterhin auf Spenden angewiesen um ihren Kampf gegen die Leukämie weiterführen zu können.

DKMS Spendenkonto 755 3701

Kreissparkasse Esslingen

Bankleitzahl (BLZ) 611 500 20

Siehe auch www.ifnd734.org/lebensretter1 mit Radio-Info-Beitrag im Hintergrund bei IFN d734 GospelRadio. „Jeder kann helfen“ . Der Lebensretter…“ ( 5.49 min )

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Regionalhilfe

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